Wenn einer eine Reise tut…

Loikämie @ BTF 2009…dann kann er was erzählen.
Heute: Die unglaubliche Reise zum BtF oder: in 80 Tagen um das Festival.

 Ja, das war doch mal ein Fest. Back to Future 2009 am Hangar in Dessau. Ein kleines, aber feines „Familientreffen“, bei dem R.G.I. natürlich anwesend sein musste. Zugegeben, unser Abfahrtstermin war nur suboptimal, Freitag abend kurz vor 8 ist ein klein wenig spät, wenn man nicht sooo genau weiß, wohin man muß. Okay, Dessau ist soweit bekannt, dass es dort einen Flugplatz gibt – hmm jaa, wird schon so sein, finden wir schon, wir haben ja ein Navi.

Immerhin: Dessau hat das Navi auch gefunden (hätten wir auch ohne, aber was solls),  es dauerte garnicht lang, dann kam die erste Frage: Dessau: schön und gut, aber welche Abfahrt? Süd? Ost? Schnick, Schnack, Schnuck: Süd.

Und schon kommt das Navi ins schwitzen, wie gehts weiter? Erstmal Richtung Innenstadt, kurz Tilo angerufen: Kein Problem, findet Ihr, kein Thema, immer den Schildern zum Fluglatz folgen. Wenns nur so einfach wäre. Die Schilder sagen links, das Navi sagt gerade, wir technikgläubigen glauben natürlich dem Navi. Oh Gott…

Sei’s drum, nach einer klasse Stadtbesichtigung einfach mal Jemanden fragen: Dann diese Antwort:
Zitat.“ Jaaaaaa, fahrt erstmal zurück, dann rechts, dann links, dann über den Bahnübergang, dann links, dann, jaaaa, ääähm rechts bis zu einem Penny, dort nochmal links, dann seit Ihr fast(!) da.“  Ergebnis: Wald.

Das Ganze kehrt  – und siehe da: Lichter auf 10:00 Uhr. Wir also den Lichtern entgegen gefahren, die veränderten auch schön ihre Position: 9:00 Uhr, 8:00 Uhr, 7:00 Uhr, vorbei. Häh? Nochmal kehrt, und nu kuck: eine „Einfahrt“, ein Platz, eine Zufahrt – Hurra, angekommen – Denkste! Wir hatten zwar den Eingang, aber eigentlich wollten wir ja zum Backstage. Am Eingang saß Vroni, geschäftstüchtig wie immer und wies uns den Weg. „Ist ganz einfach: Fahr zurück auf die Strasse, links, gleich(!) nochmal links und nochmal links, meldet Euch bei der Security.“ Dreimal links – das ist ja leicht. Falsch.

Dreimal links ist ganzschön schwer, vor allem, wenns nach zweimal links nur rechtsrum geht. Mit toller Unterstützung durch das THW (es lebe das Ehrenamt!!!!) haben wir es geschafft – die Einfahrt zum Backstage auf 12:00 Uhr. Yeahh.  

Jetzt noch den Mann mit den Bändchen suchen, den hatten wir auch recht schnell gefunden, dann nix wie rein. Unser erster Eindruck: Toll. Völlig ernstgemeint und im vollen Wortsinn. Nicht zu groß, nicht zu klein, genau richtig zum Spaß haben, und Spaß war genug da. Ein bissel was essen, ein paar Bier, wer fährt zurück? Schnick, Schnack, Schnuck: ich. Wieso eigentlich immer ich, ich bitte um Erklärung, Mario.

Jetzt gings erstmal um Musik – die gabs reichlich, laut, heftig, geil.

Loikämie auf der Mainstage, danach The Freeze im Hangar, danach erstmal Pause an der frischen Luft. Und wenn der Wettergott es bis dahin gut gemeint hatte, langsam begann er seine Meinung zu ändern. Ein paar Tropfen hier und da, aber wen stört das schon, wenn man so köstlich unterhalten wird. Beste Grüße ins Arzgbirg – selten so gelacht. Gligg auuf.

Schier unglaublich, was für Leute man trifft, die Welt ist und bleibt ein Dorf. Der Großraum Riesa war enorm gut vertreten – Gruß an Ulle an dieser Stelle, beim nächsten Mal erkennst Du mich ja vielleicht noch…Ich versuchs am 31.07. bei Channel 3 nochmal.
Dann noch „The Spookshow“ im Hangar – nochmal ne geile Show zum Abschluß des Tages – Aufbruch gegen halb 4e.

Kaum im Auto hatte der Wettergott seine Meinung geändert: Es goß wie aus Kübeln. Nun ja, man saß ja warm & trocken, kein Thema, also begann die Bootspartie in Richtung Autobahn – selbstverständlich (und nach DER Hinfahrt irgendwie auch zu erwarten) nicht ohne Probleme.

Es war einfach nichts zu sehen, wenn dann die Strasse enger wird (von zwei auf eine Spur), und man das nicht sieht, weil die Scheibenwischer es einfach nicht schaffen, dann rungst es mal richtig, so, alle wieder wach. So gings bis kurz vor Leipzig mit Schnitt 60 auf der Autobahn, danach gings dann wieder. Gegen 6e völlig am Ende im Bette – bis dann am nächsten Tag ein Anruf kam: „Mir fehlt eine Radkappe – die liegt bestimmt in Dessau.“ Tja, ist wohl von uns gegangen, als ich die Strasse nicht gesehen habe. Liebe Dessauer: Wer sie findet, schickt sie einfach per Mail…

Natürlich gibts auch die passende Sendung zum Event. Hört selbst:

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Fazit: Ja, ein Festival zum vormerken, unbedingt empfehlenswert, aber: Bitte, Bitte, ein paar Schilder für die Alten Leute und vielleicht etwas Licht an den Zufahrten – dann ist es ganz großes Kino. Und nächstes Jahr seh’n wir uns wieder – SICHER!

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