Die Narren sind los…

…und spätestens seit gestern, also der offiziellen Eröffnung der närrischen Jahreszeit, haben sie auch den Schlüssel zum Rathaus… Wobei man sich im (fast) vergangenen Jahr schon hin und wieder fragen konnte, wie die Närrinnen & Narren denn  da hineingekommen sind, so ganz ohne Schlüssel und mitten im Sommer.

Gegenüber den Karnevalshochburgen entlang des Rheins sind wir hier ja eigentlich schwer im Vorteil, Jux und Narretei haben wir hier das ganze Jahr, zumindest verziehts einem regelmäßig das Gesicht in der gleichen Art und Weise wie bei diversen Liveübertragungen seltsamer Prunksitzungen beim WDR.

Zumindest ist immer was los in unserer besonderen Stadt, Langeweile kommt selten auf und heute freuen wir uns mal nicht über eine Fortsetzung des Theaterstückes „Die FVG und die verschwundenen Zuschüsse“, diesmal dürfen wir miterleben, wie sich ein weiteres Prunkstück der Sportstadt Riesa, namentlich der SC Riesa quasi selbst demontiert. Dabei fing doch alles ganz harmlos an.

Ururur-Auslöser der ganzen Geschichte ist der Wunsch des Präsidenten des TSV Stahl Riesa nach besseren Trainingszeiten auf dem geheiligten (Kinder- und Jugendsport-zweckgebundenen) Kunstrasen des SC Riesa, welcher von der Geschäftsleitung des SC mehrfach zurückgewiesen wurde.

Daraufhin wandte man sich an den Präsidenten dieses Vereins, welcher (ganz & gar el presidente) wissen ließ, er habe keine Zeit, sich auch noch um solcherlei Bagatellen zu kümmern, was wiederum den TSV Präsidenten dazu verleitete mitzuteilen, wenn dieser keine Zeit habe, sich um seinen Verein zu kümmern, solle er doch zurücktreten.

Nun ja, nichts außergewöhnliches soweit, der SC Präsident und Finanzbürgermeister nahm diesen gutgemeinten Hinweis hin, wie man sowas halt hinnimmt: Er nahm ihn hin, einfach so. Damit wäre die Geschichte ja zu Ende, wenn, ja wenn der SC nicht auch noch eine Geschäftsführerin hätte, die es sich nehmen ließ, auch mal was dazu zu sagen.

Hätte sie mal lieber nicht. Oder hätte mal sie lieber nochmal gelesen, oder nochmal gerechnet, oder auch beides und dann nochmal überlegt. Denn dann wäre DAS HIER nicht passiert. Über die Rechtschreibfehler bitten wir freundlichst hinwegzusehen, niemand ist vollkommen. Das Rechenbeispiel bezüglich der präsidialen Arbeitszeiten hingegen ist ein Genuß – DAS sollte man sich einrahmen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre dann auch DAS HIER niemals vorgekommen, wenn sie jaja, nachdenken, nachrechnen, überlegen…

Somit wäre dann auch DAS HIER in der Form nie geschrieben, DAS HIER nie gesendet und DAS HIER nie gedruckt worden.

Was für ein Selbstläufer – wer hätte damit gerechnet…

Ein Gedanke zu „Die Narren sind los…

  1. Oh, hier musste ich erstmal alles nachlesen bzw. auf Riesa TV die Berichte schauen.

    Alle Facetten der Wahrheitsbeugung sind bedient worden, das was Inge Reinacher im Riesa TV Interview sagte, ist ein Klassiker auf dem Gebiet.

    Hier sehr geehrte Frau Reinacher,

    der TSV Stahl Riesa beschwerte sich nicht wegen zu wenig Trainingszeiten. Die Anfrage war um andere bzw. bessere Trainingszeiten. Worauf der SC Präsident sagte, er habe keine Zeit sich um diese Angelegenheit zu kümmern.

    Wenn jemand das in aller Öffentlichkeit sagt, sollte er sich die Frage gefallen lassen, „ob er nicht zu zurücktritt, wenn er damit überfordert ist“.

    Meiner Meinung nach wurde der TSV Stahl Riesa immer von oben herab, ja schon mit an Arroganz grenzend, von Seiten des SC Riesa behandelt. Anzumerken ist, sehr geehrte Frau Reinacher, dass Ihre Gestiken in dem Interview das widerspiegeln und auch mit diversen Aktionen gegenüber dem TSV Stahl Riesa untermauert wurden.
    Wäre es nicht angebrachter, dass sich der SC Riesa dafür beim TSV entschuldigt?
    Aber es ist ein opportunes Mittel, genau dieses zu verdrängen.

    Der „Erpressungsversuch“ mit dem Kunstrasenplatz seitens von Frau Freytag manifestiert genau die von mir beschriebene Haltung.

    Mir scheint, dass der „Heeresführung“ des SC Riesa die Kritikfähigkeit abhanden gekommen ist, gepaart mit einer gehörigen Portion Realitätsverlust.
    Sollte das eintreten, wie Frau Knebel im Interview bei Riesa TV sagte, dass die Unterstützung des SC Riesa von der Stadt gekürzt bzw. gänzlich gestrichen wird, prüfe ich nochmal die Position auf dem „hohen“ Ross.
    .
    In diesen Sinne „Sport (Spott) Frei“ an die Chefetage des SC Riesa.

    Rondo

Schreibe einen Kommentar