Da ist doch was im Busch…

..oder „Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus.“
(Altes deutsches Sprichwort)

Irgendwas ist faul im Staate Dänemark könnte man denken, wenn man so die momentane „Aufregung“ um unser kleines Internetradio mitverfolgt. Wir Ihr ja sicher bemerkt haben dürftet, befinden sich unterhalb der meisten unserer Artikel kleine Sternchen, die im Allgemeinen dazu dienen, uns Eure Meinung mitzuteilen falls Ihr zu faul seit, einen Kommentar zu schreiben.

Das Hinterhältige daran ist, daß wir sehen können, wer welchen Artikel wie gevotet hat – jedenfalls sehen wir IP-Adresse, Datum, Uhrzeit, Vote – halt alles, was wichtig ist. Interessanterweise häuften sich in letzter Zeit die negativen Bewertungen meiner polemischen Artikel zur besonderen Stadt, da interessiert mich persönlich natürlich sehr, wer sich da etwas vors Brett ges******* fühlt. Und siehe da, alles von der gleichen IP-Adresse, die noch dazu der (Achtung, nicht lachen) Sächsischen Staatskanzlei zugeordnet ist. Während der Arbeitszeit unsere Texte lesen…tsss ,tsss ,tsss

Und so dauerte es gar nicht lang bis wir Post von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (Wer denkt sich solche Namen aus?) erhielten. Darin berief man sich auf einen Zeitungsbeitrag vom 24.10.2009 (brandaktuell!), welcher eben jener Behörde zugespielt vorgelegt wurde, um uns aufzufordern, unser Internetradio gemäß §20 Rundfunkstaatsvertrag anzuzeigen und genehmigen zu lassen. Müssen wir nicht, lieber Zuspieler Vorleger,schließlich haben wir laut §2 Abs.3 ebenjenes Staatsvertrages kein anzeigepflichtiges Rundfunkangebot, wir haben das nette Angebot der SLM aber trotzdem wahrgenommen und RGI.fm freiwillig angemeldet.

Und wenn de denkst da kommt nüscht mehr, da kommt gleich noch ein neuer her… in Form eines Briefchens vom Riesaer Gewerbeamt. Ich darf zitieren:

(…)

Eine diesbezügliche Gewerbeanmeldung liegt hier bis heute nicht vor.

(…)

…wenn dieser Radiosender selbstständig, auf gewisse Dauer und mit Gewinnerziehlungsabsicht betrieben wird… mit einer Gewerbe-Anmeldung gemäß §24 GewO anzuzeigen ist.

(…)

…liegt Formular zur Gewerbe-Anmeldung bei.

Ich wusste noch garnicht, daß wir unser Hobby mit Gewinnerzielungsabsicht betreiben, das hätte man uns ja mal eher sagen können, also ehrlich mal. Bis jetzt hat das nur gekostet, und zwar nicht zu knapp – komisch, da meldet sich kein Amt, um uns Gelder zuzuschieben…

Also liebe Hörer, dann zieht mal die Spendierhosen an und spendiert uns mal kräftig was in die Kaffeekasse, auf das wir unser besonders armen besonderen Stadt mal in Form von Hobbysteuer etc. was zukommen lassen können.

Und liebe(r) 217.7.17.163, schreib doch einfach mal nen Kommentar…

2 Gedanken zu „Da ist doch was im Busch…

  1. An die Redaktion.

    Unser Pseudonym-Äffchen, wir nennen ihn „es“, mit der Barcode-Nummer 217.7.17.163 hat schlicht und ergreifend kein A… in der H… (feige, hinterhältig, …). „Es“ gehört sicher zu den Aktivisten der Arbeit und glänzt durch mustermäßige Recherche (A… kriech…) mit dem Ziel „Bester der Woche“ zu werden (Wandtafel – eins mit Stern).
    Ein bißchen Erfolg, wenn auch aus der zweiten Reihe von hinten („Ich weiß was!“) hilft vielleicht über persönliche Probleme hinweg. Anders formuliert, wenn der Erfolg zu Hause ausbleibt, dann aber … („Ich hab´s drauf!“).
    Weiterhin Kurzweile Mister „es“ und es interessiert wie ein Gropf was du auf der Pfanne hast.

    Der strenge Vator.

    p.s./p.s./p.s.
    Wir suchen noch einen dienstgeilen, pflichtbewußten Außendienstler (ehrenamtlich) für strenge Recherchen.

  2. Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Energie, man hinter unseren kleinen aber feinen Radio her ist!

    Verwunderlich ist nur, dass jemand Zeit hat, sich um RGI zu kümmern. Gibt es keine wichtigeren Sachen in der Stadt?
    Wie Straßen umbenennen, oder ähnliche sinnvolle Sachen.

    Also hier noch mal in aller „Deutlichkeit und Eindringlichkeit“
    Nein! Das Radio wirft keinen Gewinn ab.
    Ja! Es ist unser Hobby, an dem wir sogar Spaß haben.
    Danke an „es“! Nun wissen wir, dass unser Weg der richtige ist.

    Mein Eindruck ist, wenn man einer Sache nicht habhaft werden kann, lässt man den Amtsschimmel wiehern.
    Selbst nach 20 Jahren Wende, scheint die „IM-Mentalitäten“ nicht verblasst zu sein. Denunzieren gab es im dritten Reich, denunzieren gab es in der DDR und nun wird diese „edle“ Tugend in der neuen Epoche „die besondere Stadt“ fortgesetzt.
    Von denen, die Zäpfchen spielen und den „wichtigen“ Personen so in den Allerwertesten fahren, dass sie zum Mund raus winken können, rede ich noch nicht mal.

    Einen Tipp gebe ich an dieser Stelle gern. Bevor mal wieder die Kanone auf den Spatzen ausrichtet, prüft ob der Schuss sitzt, und nicht zum Rohrkrepierer wird!

    Aber wir haben zu Danken, dass wir nun zusätzliche Werbung bekommen haben.
    Der kritische Mensch (ja es gib ihn noch) wird sich fragen, warum gegen uns losgegangen wird und wird sich vielleicht deshalb mal ein paar Sendungen von uns anhören.

    LG Rondo

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